Ostern
Verkehrsunfälle passieren täglich, wir sind es uns gewohnt, die Bilder der demolierten Autos zu sehen...aber es trifft ja immer nur die Anderen...wir fühlen uns relativ sicher....und dann....
Meine grossen Kinder sind zu viert in unserem Kleinwagen unterwegs auf der Autobahn. Nr. 1 fährt, sie hat den Ausweis ein gutes halbes Jahr. Neben ihr sitzt Nr 3 hinten Nr 2 und 4
Es regnet, hat Baustellen, zwischendruch kommt die Sonne durch die Wolken, es ist später Nachmittag, die Sonne sitzt schon tief, mal stockt der Verkehr, dann rollts wieder besser.
Sie fahren auf der Überholspur als vor ihnen die Autos plötzlich stehen. NR1 bremmst ab, auf der nassen Fahrbahn ist der Bremsweg etwas länger, aber die kommt noch rechtzeigt zum Stehen und kann sogar noch die Warnblincker anstellen.
Ufff...
Im Rückspiegel sieht sie, dass auch der Wagen hinter ihr zum stehen kommt
Ufff...
dann ein Schatten....ein Knall und das Auto steht ein paar Meter weiter rechts auf der Normalspur, Scherben klirren...
Schnell fährt sie auf den Pannenstreifen, kann das Auto kaum vom Fleck bringen... NR 2 ruft sofort die Polizei und weiss gar nicht, wo sie sich auf der Autobahn befinden "Zwischen Zürich und Bern"
Alle Kinder steigen aus dem Auto aus, Nr 4 ohne Schuhe! Nr2 hat starke Schmerzen im Nacken und Kopfschmerzen.
Da sehen sie, dass mindestens vier Autos ineinander gedrückt wurden.
Nr 1 ruft mich sofort an, weint, "Mutti, das Auto ist total kaputt, es gab einen Unfall" Wir bleiben über Handy in Kontakt, bis Nr 2 mit den Krankenwagen abfährt.
Der Unfall ereignete sich über eine Stunde weg von hier. Papa hatte noch ein Auto und fuhr direkt ins Spital nach Aarau zu unserer verletzten Tochter. Die drei anderen Kinder mussten auf der Autobahn warten, bis die ganze Unfallstelle geräumt wurde. Erst danach wurden sie im Polizeiauto auf den nächsten Polizeiposten gebracht und dort von Papa abgeholt.
Immer wieder hörte ich durchs Handy weitere Sirenen, es hatte gleichzeitig mehrere Auffahrunfälle auf dieser Strecke gegeben. Einer mit tödlichem Ausgang, nur 1 km vom Unfall unserer Kinder weg....und seither verfolgt mich die Vorstellung, was passiert wäre, wären sie 1 km weiter vorne gewesen wären. Dieser Unfall war weit schlimmer als unserer, es hätte wohl niemand in unserem Kleinwagen diesen Aufprall überlebt.
Wie würde ich da weiterleben, wenn vier meiner Kinder aufs Mal bei einem Autounfall sterben würden! Unvorstellbar!! Wir hatten so viele Schutzengel, Nr 2 konnte noch am Abend das Spital verlassen und um Mitternacht waren dann alle wieder daheim!
Der Schock sitzt tief, ein bisschen Urvertrauen ins Leben ist weg. Ein bisschen Unbeschwertheit ist weg.
Dass unser Auto wohl einen Totalschaden hat, spielt im Moment gar keine Rolle...
Immer wieder sprechen wir darüber, schauen die Bilder unseres Autos an, versuchen den Vorganz zu rekonstruieren, sind dankbar, dass nicht mehr passiert ist.
Alltag leben wir seit Mittwochabend nur beschränkt, meine Psyche verlangt nach Beschaulichkeit.
Nach den Mahlzeiten sitzen wir noch lange am Tisch...das Bedürfnis zum Reden ist gross.
Abends sitzen wir zusammen vor dem TV, gemeinsam im selben Raum zu sein tut gut:-) mir jedenfalls:-)
Und nun ist auch die Häkeldecke, (Idee geklaut hier schweizergarten) an der ich seit Februar arbeite, endlich feritg geworden.
Sie ist für in unsere Ferienwohnung im Berner Oberland, wo es oft sehr kalt ist, wenn wir ankommen.
Ohne Decke sitzt da niemand auf dem Sofa;-)
Die Farben habe ich passend zur Einrichtung gewählt.
ROT wie die Möbel und Vorhänge, WEISS wie die Wände, SCHWARZ wie der Tisch und BRAUN wie das Sofa
In dem Musterkonfigurator hier habe ich die vier Farben eingegeben und hielt mich fast zu 99% auch daran


für diese Wohnung gehäkelt
Aber nun möchte ich noch eine Decke in Sommerfarben häkeln. Das Muster (Anleitung) ist so einfach und ich habe da eine Idee, wie ich es noch etwas abändern könnte...
Liebe Grüsse
fünffach





